Tornado


Tornado
“PRIDE OF BOELCKE“
50th anniversary
von Harald Ziewe

Revell 04288 1:72
Tornado „PRIDE OF BOELCKE“ 50th anniversary

Das schöne Deckelbild allein stellt schon eine Herausforderung dar, dieses Modell zu bauen. Gehört die Gestaltung des Vorbilds doch m. e. zu den künstlerisch schönsten Gestaltungen eines Luftfahrzeuges der Bundesluftwaffe.
Revell hat sich zur machbaren Umsetzung dieses Vorbildes einen sehr praktikablen Weg ausgedacht.
Der Bausatz selbst ist schon etwas in die Jahre gekommen. Man merkt das an einigen Fischhäuten an den Spritzlingen.  Sei es drum. Mit dem beiliegenden Decalbogen wird man für alles entschädigt.
Für die Gestaltung der „Tarnfelder“ liegt ein zweiseitiger DIN A 3 Bogen bei, der auf der einen Seite der Tarnverlauf mit Angabe der Farben und die Platzierung der Abziehbilder zeigt. Auf der Rückseite ist der Tarnverlauf nochmals mit der Darstellung der weiß/schwarzen Trennlinien abgedruckt.
Der Empfehlung des Herstellers folgend, wurde diese Bogen auf selbstklebende Ink+Jet+Laser+Kopier+Etiketten Bogen 210x297 No. 4735 von Zweckform kopiert. Nach dem Zusammenbau des Modells wurde der mittlere Bereich des Flugzeuges mit Revell glanz-weiß No 32104 (RAL 9010) lackiert. Nach einem Tag Trockenzeit konnte dieses Feld mit der aus dem kopierten Bogen ausgeschnittenen Schablone abgeklebt werden. Zum Ausschneiden benutzte ich eine sehr spitze und scharfe Cutterklinge. Hierbei, und bei der späteren Anbringung der weiteren Schablonen wurden nur ebene Flächen abgeklebt. Die Begrenzungen um die Rundungen wurden mit Maskol abgedeckt. Für die weiteren Farben (RAL 7035, 7037, 7012 und 7021) wurden x-tra color Farben verwendet. Wichtig ist, dass die aufgebrachten Farben vor Anbringung der Abdeckungen vollständig durchgetrocknet sind. Nachdem die Bemalung fertig gestellt war, wurden die Farbgrenzen zunächst mit einem weißen 0.7 mm Edding Stift nachgezeichnet. Noch besser zu verwenden ist edding 2185 cristaljelly, weil dieser noch feinere Linien zulässt. Er ist aber nicht wasserfest und verwischt sehr leicht. Wenn man sich Vorbildfotos der Jubiläumsmaschine genau ansieht, stellt man fest, dass die schwarzen Linien keine glatten Räder haben sondern ausgefranst sind bzw. eine verwischte Kontur haben, was wie eine Schattenbildung wirkt. Um das nachzuempfinden, benutzte ich für die schwarzen Begrenzungen einen scharf gespitzten Kohlestift (PITT CHARCOAL Soft Reißkohle 112992) von Faber.
Nach dieser Prozedur bekam das Modell eine dünnen Glanzlacküberzug um die Linien vor dem Verwischen zu schützen. Jetzt wurden alle Wartungs- bzw. Standarddecals aufgebracht, die dem Bausatz reichlich und in hervorragender Qualität gedruckt beiliegen.  Der Trägerfilm ist sehr dünn und legt sich blasenfrei auf die Modelloberfläche. Sicherheitshalber habe ich aber noch der Positionierung der Decals etwas Revell Decal Soft aufgebracht.
Den krönenden Abschluss bildet die Anbringung der Jubiläumsmarkierungen. Dank der gut durchdachten Vorgehensweise und Vorlagen im Revell Baussatz sowie der phantastischen Abziehbilder entsteht ein wunderschönes Modell, von dem man beim ersten Blick auf den Kartondeckel nicht glaubt, dass es so einfach herstellbar ist.


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